Kokosöl
Kokosöl für Tiere

Gesättigte Fettsäuren in Kokosöl

Ein naturbelassenes, natives Kokosöl kann bis zu 97% aus gesättigten Fettsäuren bestehen. Und trotzdem soll es gesund sein? Gesättigte Fettsäuren gelten doch schon jahrzehntelang als gesundheitsschädlich und vor dem Verzehr wurde lange Zeit dringend abgeraten. Diese Form von Fett wurde für sämtliche ernährungsrelevanten Krankheiten verantwortlich gemacht. Es wurde kaum differenziert, woher die einzelnen Fette stammen und wie sie verarbeitet wurden. Gesättigt galt als schlecht, ohne wenn und aber.

Diese Meinung hält sich teilweise sehr hartnäckig, auch wenn inzwischen durch intensive Studien viel Aufklärungsarbeit betrieben wird. Dass gesättigte Fettsäuren durchaus gesund sein können, je nachdem, wie sie verarbeitet wurden und aus welcher Quelle sie stammen, ist bei vielen noch nicht angekommen. Eines ist sicher: Gesättigte Fette sind die Bausteine unseres menschlichen Körpers und wichtig für jede einzelne Zelle.

gesättigte Fettsäuren in Kokosöl

Rehabilitation der gesättigten Fettsäuren in Kokosöl

Gesättigte Fette findet man in allen Nahrungsfetten, aber hauptsächlich sind sie in tierischen Produkten wie beispielsweise in Fleisch, Wurst, Eiern, Milch oder Käse enthalten. Alleine schon hier wird ein Unterschied zu Kokosöl erkennbar: Die gesättigten Fettsäuren aus der Kokosnuss sind rein pflanzlichen Ursprungs und die Tropenfrucht ist, was den hohen Anteil der gesättigten Fette angeht, eine absolute Ausnahme in der Natur.

Kokosöl

Gesättigte Fettsäuen unterteilen sich noch einmal in langkettige, mittelkettige und kurzkettige Fettsäuren. Bei den gesättigten Fetten in Kokosöl handelt es sich fast ausschließlich um mittelkettige Fettsäuren (auch MCT – medium chain Triglyceride). Und hier liegt auch schon einer der bedeutenden Vorteile von Kokosöl, denn kurzkettige und mittelkettige Fettsäuren müssen bei der Verdauung nicht modifiziert werden, was sie sehr gut verträglich macht.

Bei Patienten mit Darmproblemen greifen selbst Mediziner als Therapiemaßnahme auf Triglyceride zurück. Diese stehen dem Körper schnell als Energie zur Verfügung, ohne einen großen Verarbeitungsprozess durchlaufen zu müssen. MCT-Fette müssen im Darm nicht durch Gallensäure und Lipasen (Enzyme) aufgespalten werden. So gelangen sie schnell in die Dünndarm-Schleimhäute und werden von dort direkt an das Blut abgegeben.

Je nach Kettenlänge haben die gesättigten Fettsäuren eine unterschiedliche Wirkung auf den Menschen. Vielleicht erklärt sich auf diese Weise, weshalb Kokosöl, obwohl es ebenso wie Schmalz oder Butter aus gesättigten Fettsäuren besteht, komplett anders wirkt und andere gesundheitliche Auswirkungen auf unseren Körper hat. Gesättigte Fettsäuren in Kokosöl sind anders, sie setzen sich vollkommen anders zusammen als die Fette in Lebensmitteln tierischer Herkunft. Deshalb sollte man nicht alle gesättigten Fette über einen Kamm scheren und sich besser über die zwar kleinen, aber abslout bedeutenden Unterschiede informieren.

Cholesterin – auch zu Unrecht verteufelt

Natives und unbehandeltes Kokosöl enthält kein Cholesterin. Trotzdem sollen die gesättigten Fettsäuren in Kokosöl angeblich das Cholesterin im Blut erhöhen. Wobei selbst Cholesterin mittlerweile eine Rehabilitation erfährt, denn es ist essentiell für den menschlichen Körper und dieser ist sogar in der Lage, Cholesterin selbst herzustellen. Die Produktion wird auf diese Weise immer dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Nimmt man also Cholesterin über die Nahrung zu sich, wird die Eigenproduktion eingestellt. Die Annahme, dass erhöhte Cholesterinwerte für zahlreiche Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich ist, hält sich immer noch recht hartnäckig. Aktuelle Langzeitstudien bestätigen diese Vermutung jedoch nicht. Kokosöl wirkt ausgleichend auf den Gesamt-Cholesterinspiegel und erhöht lediglich das „gute“ Cholesterin im Blut. Auch in mehreren Studien wurde die Wirkung von Kokosöl auf den Cholesterinwert mal genauer unter die Lupe genommen.

Das Wissen um gesättigte Fettsäuren wächst

Ständig wächst das Wissen über die gesundheitlich relevante Wirkung und das Potential der mittelkettigen Fettsäuren in Kokosöl. Die meisten pflanzlichen Öle und Fette enthalten sowohl einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ausnahmen bilden hier zum einen das Fischöl, welches größtenteils aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) besteht und natürlich das Kokosöl mit seinen überwiegend gesättigten Fettsäuren.

Mittlerweile wird von medizinischen Forschungsabteilungen und Pharmaunternehmen viel Geld in die Forschung gesteckt, um neue Medikamente entwickeln zu können, welche auf MCT-Fetten basieren. Hier sieht selbst die Pharmaindustrie großes Potential und ist zu Investitionen bereit. Und das, obwohl nach wie vor gegen gesättigte Fettsäuren und Kokosöl gewettert wird? Wir alle wissen, dass kein Pharmariese in Studien investiert, wenn er langfristig keinen Profit sieht.

Die meisten positiven, gesundheitlichen Wirkungen des Kokosöls auf den Körper werden auf die darin enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren zurückgeführt.

Alle MCT-Fette, die in der Forschung, in Studien oder auch in der Medizin für die Ernährung oder als Nahrungsergänzung eingesetzt werden, stammen entweder aus Kokosöl oder aus Palmkernöl, denn diese gelten als die reichste Quelle dieser einzigartigen Substanz. Ihr Nutzen ist schon lange bekannt und wird bereits seit vielen Jahren eingehend erforscht. Zahlreiche Studien bestätigen bereits den gesundheitliche Vorteil der Fettsäuren in Kokosöl. Sie werden übrigens auch bereits seit langer Zeit für die intravenöse Ernährung (z.B. in Emulsionen für parenterale Ernährung) in Kliniken verwendet. Ebenso findet sich Kokosöl mit seinen gesättigten Fettsäuren in Säuglingsanfangsnahrung, ja sogar in der Säuglingsnahrung in medizinischen Einrichtungen wie z.B. Krankenhäusern.gesättigte Fette in Kokosöl

MCT-Fette aus Kokosöl – Der große Run auf Patente

Die Wissenschaft ist sich ziemlich einig: Fettsäuren der mittleren Kettenlänge lassen sich für zahlreiche ernährungstechnische und medizinische Zwecke verwenden und werden in naher Zukunft noch wesentlich mehr in Medikamenten und Nahrungsergänzungen eingesetzt werden.

In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren hat sich ein regelrechter Run auf MCT-Patente entwickelt. Natives Kokosöl ist jedoch ein Naturprodukt, welches man sich glücklicherweise nicht patentieren lassen kann. Das Gerangel um die Patente geht insofern weiter, dass man zumindest versucht, unterschiedliche Kombinationen, Rezepturen und Zusammensetzungen mit MCT-Fetten aus Kokosöl patentieren zu lassen.

Seit dem Jahr 2000 wurden alleine in den USA mehr als 1000 medizinische Rezepturen zum Patent angemeldet, welche mittelkettige Triglyceride aus Kokosöl enthalten und es werden immer mehr. Viele dieser Rezepturen enthalten die MCT-Fette als primären Wirkstoff. Bei manchen haben sie lediglich eine unterstützende Rolle als Nebenwirkstoff oder dienen nur als Trägeröl. Einige dieser Patente wurden bereits genehmigt und alle sollen positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Es bleibt also abzuwarten, was sich auf dem Pharma-Markt in den nächsten Jahren noch tut. Die gesättigten Fettsäuren in Kokosöl sind also nicht wirklich ein großes Problem. Viele der negativen Publikationen stammen noch aus einer Zeit, als Margarinenkonzerne um die Gunst ihrer Kunden buhlen mussten.

Derweil wir abwarten, können wir uns also beruhigt die Wirkweise des puren Kokosöls in der Küche und im Bad zunutze machen. Wenn man sich bewusst ernährt, eine ausgewogene Mischung aus gesunden Fetten verwendet und nebenbei auch etwas Sport treibt, ist man gut gerüstet für die täglichen Anforderungen in Schule, Beruf und Privatleben. Kokosöl sollte in jedem Haushalt zu finden sein, sowohl als Nahrungsmittel als auch zur täglichen Körperpflege.

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