Kokosfett

Kokosfett oder Kokosöl?

“Was ist der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl?” Das ist eine Frage, die ich häufig gestellt bekomme. Vor allem Kokosöl-Neueinsteiger sind schnell mal mit den vielen unterschiedlichen Bezeichnungen überfordert und werden unsicher, welches Produkt ihre persönlichen Wünsche am ehesten erfüllt. Deshalb möchte ich euch auf dieser Seite gerne einmal die Unterscheidungsmerkmale auflisten, um eure Entscheidung in Zukunft ein wenig zu erleichtern.
Die meisten Händler unterscheiden durch die beiden unterschiedlichen Bezeichnungen “Kokosfett” und “Kokosöl” zwischen ihren desodorierten und den unbehandelten, nativen Produkten.

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Desodoriertes Kokosfett

Einige Kokosöl-Hersteller bieten nämlich sowohl natives Kokosöl als auch desodoriertes Kokosöl in ihrem Sortiment an. Sie bedienen sich einer recht einfachen Methode, um euch als Kunden die Unterscheidung zwischen einem naturbelassenem Kokosöl (mit Kokosduft und -geschmack) und dem desodorierten Kokosöl (neutraler Geruch und Geschmack) zu erleichtern. So erhält das native und unbehandelte Öl die Bezeichnung “Kokosöl” und die desodorierte Variante wird “Kokosfett” genannt.

Meiner Meinung nach macht es das für euch als Verbraucher ein wenig einfacher, das gewünschte Produkt auszuwählen und Fehlkäufe zu vermeiden. Wenn euch ein Produkt noch fremd ist, rate ich euch, dass ihr die Artikelbeschreibung bzw. den Banderolentext vor dem Kauf auf typische Merkmale prüft.

Merkmale, die euch das Unterscheiden vereinfachen

Es gibt charakteristische Merkmale, die ihr eigentlich auf jeder Verpackung und in jedem Beschreibungstext findet. Mit ihnen ist eine Unterscheidung zwischen Kokosfett und Kokosöl recht einfach:

Natives Kokosöl mit Kokosgeschmack und -duft

  • trägt gewöhnlich folgende Bezeichnungen:
    kaltgepresst, nativ, 1. Kaltpressung, naturbelassen, natürlich, virgin

Kokosöl ohne Kokosgeschmack und -geruch

  • trägt normalerweise folgende Angaben:
    desodoriert, fraktioniert, ohne Aroma

Kokosfett als Plattenfett – Lieber nicht!

In hitzebehandeltem, industriell gefertigtem Kokosnussfett, wie man es beispielsweise unter dem Namen “Palmin” kennt, sind durch den Verarbeitungprozess kaum noch Nährstoffe enthalten.

Dieses gehärtete und raffinierte Kokosfett weist keinen natürlichen Kokosgeruch mehr auf, es riecht und schmeckt neutral – eben nach reinem Fett – und ist gewöhnlich in festen Blöcken zu kaufen. Dieses Fett hat einen recht hohen Schmelzpunkt und verflüssigt sich gewöhnlich erst in der Pfanne. Von diesen gehärteten Fetten solltet ihr besser Abstand halten. Sie sind zwar praktisch, können aber Transfettsäuren enthalten, die eurer Gesundheit nicht zuträglich sind und haben auch keinen großartigen Nährwert.

Kokosfett und -öl unterscheidenDesodoriertes Kokosfett durchaus auch mit guter Qualität

Wenn ihr den Kokosgeschmack von nativem Kokosöl nicht an euren Speisen mögt, gibt es eine recht gute, geschmacksneutrale Alternative – nämlich mit Wasserdampf desodoriertes Kokosfett.

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Schonend desodoriertes Kokosfett enthält nicht den für Kokosöl typischen Geschmack und Geruch nach frischer Kokosnuss. Ihr könnt es deshalb für die Zubereitung von allen Speisen nehmen. Durch einen äußerst vorsichtigen Verarbeitungsvorgang mit Wasserdampf können viele von Natur aus enthaltene Nährstoffe erhalten bleiben. Lediglich die wärmeempfindlichen Vitamine (vor allem Vitamin E) im Kokosöl leiden unter diesem Vorgang.

Es gibt aber hochwertiges Bio Kokosfett das trotz der Wärmebehandlung noch einen Laurinsäuregehalt von rund 50 % – 52 % aufweist. Allerdings sollte man unbedingt beachten: Wurde das Kokosfett neben dem Desodorieren auch raffiniert oder gehärtet, wie es  beispielsweise bei Plattenfett der Fall ist, verliert es einen großen Teil von seinem eigentlichen Wert und es kann sogar Transfettsäuren enthalten. Also solltet ihr, wenn es denn unbedingt ein geschmackloses Kokosöl sein soll, am besten nur die unraffinierte Variante kaufen.

Kokosfett von -öl unterscheidenWas ist an nativem Kokosöl besser als an desodoriertem Kokosfett?

Ein naturbelassenes, kalt gepresstes Kokosöl verfügt im Gegensatz dazu auch noch über die von Natur aus enthaltenen gesundheitsfördernden Vitamine. Es lässt sich an dem unnachahmlich sanften Kokosgeruch und -geschmack erkennen. Nur naturbelassenes, natives und unbehandeltes Kokosöl bietet demnach noch alle gesundheitlich relevanten und pflegenden Vorzüge.

Meine persönlichen Tipps für den Einkauf

Man unterscheidet also kaltgepresstes, naturbelassenes Kokosöl (ich persönlich bevorzuge diese Varinate), raffiniertes oder gehärtetes Kokosöl/Kokosfett (nicht empfehlenswert) und schonend desodoriertes Kokosfett das sonst nicht weiter bearbeitet wurde (hitzeempfindliche Vitamine gehen verloren).

Ihr solltet also, wenn ihr ein geruchloses und geschmacksneutrales Kokosfett kaufen wollt, unbedingt auf die schonende Desodorierung achten. Es sollte aber nicht raffiniert oder gehärtet sein.

Wollt ihr lieber ein natürliches Kokosöl mit Geschmack und Kokosaroma, dann solltet ihr auf die Bezeichnungen “nativ” und “kaltgepresst“, bestenfalls sogar auf “Rohkost” schauen. Rohkost Kokosöl wird bei sehr geringen Temperaturen gepresst und ist deshalb noch wertvoller für die gesundheitsbewusste Küche.

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Hinweis:
Kokosöl und Kokosfett solltet ihr an einem kühlen, lichtgeschützen Ort, aber nicht im Kühlschrank lagern. Beides lässt sich in der festen Form etwas leichter dosieren als in flüssiger Form. Füllt euch also die benötigte Menge ab und stellt das Glas mit dem flüssigen Öl für kurze Zeit in den Kühlschrank. Dann verfestigt es sich und kann nach wenigen Minuten mit dem Löffel entnommen werden. Möchtet ihr im Gegensatz dazu das feste Kokosfett verflüssigen, reicht es aus, wenn ihr den Behälter für kurze Zeit unter den warmen Wasserstrahl hält. Ihr könnt das Fett auch im warmen Wasserbad schmelzen. Das Wasser sollte aber auf keinen Fall kochen, denn dies kann die wertvollen Nährstoffe des Öls zerstören.

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7 KOMMENTARE

  1. Hallo Falea,
    kann man das Kokosöl nativ auch als Haarkur benutzen? Ich habe seit neuestem wieder ziemlich Haarausfall und es sieht auch ziemlich stumpf aus.
    Freu mich auf deine Antwort. LG Chrissi

    • Hallo Chrissi,
      klar kannst du natives Kokosöl als Haarkur verwenden.
      Bei Haarausfall rate ich dir, einfach nur die Haare kurz anzufeuchten, ein klein wenig Öl direkt auf die Kopfhaut einzumassieren und es eine Weile einziehen zu lassen. Am besten mit einem Handtuch um den Kopf warm halten.
      Anschließend die Kopfhaut (ohne vorher erneut anzufeuchten !!!) mit einem sanften, silikonfreien Shampoo massieren und dann erst mit viel lauwarmem Wasser auswaschen. So löst sich das “Fett” leichter aus dem Haar. Es kann sein, dass du die Haare noch einmal durchwaschen musst. Das kommt immer drauf an, wie gut deine Kopfhaut und das Haar das Kokosöl aufnehmen.

      Ich wünsche dir viel Erfolg.
      Liebe Grüße
      Falea

    • Hallo Richard,
      doch Palmin war schon immer Kokosfett.
      Allerdings industriell stark verarbeitetes Kokosfett, das für die Ernährung nicht besonders vorteilhaft ist. Soweit ich weiß, ist Palmin raffiniert und desodoriert. Da bleibt von den positiven Eigenschaften aus der Kokosnuss nicht mehr viel übrig. Leider!

      Lieben Gruß

  2. Und wie ist es mit dem Juckreiz der Haut? Hilft da das Kokosöl?
    Ab heute – 1.3.17 – Probier ich es aus.
    Wenn es hilft, berichte ich hier.
    Schüss.

    • Hallo Gerhard,
      im Winter habe ich auch ab und an mal trockene Haut, die dann juckt. Wenn ich Kokosöl auf die feuchte Haut auftrage, nimmt es den Juckreiz. Seit ich Kokosöl nach der Dusche als eine Art Bodylotion nehme, ist mein Hautzustand eh wesentlich besser geworden.
      Tipp: Selbst mein versehentlicher Griff in die Brennnesseln während der Gartenarbeit blieb durch Kokosöl gut zu ertragen. 🙂 Auch Mückenstiche jucken nicht mehr so stark, wenn man Kokosöl auf die betroffenen Stellen auftupft.
      Einfach mal testen! Ich freue mich, wenn du mir dein Testergebnis mitteilst. 🙂

      Lieben Gruß und viel Erfolg beim Ausprobieren,

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