Kokosöl nativ - Was bedeutet das?
Kokosöl für Tiere

Nativ – Was versteht man unter diesem Begriff?

Begriffserklärung für Kokosöl nativ:
Viele Öle haben die Zusatzbezeichnung „Nativ“. Aber welche Bedeutung hat diese Bezeichnung eigentlich – Kokosöl nativ – was bedeutet das?
Die Bezeichnung stammt von dem lateinischen Wort nativus und bedeutet übersetzt im Naturzustand befindlich. Natives Kokosöl ist also demnach ein naturbelassenes Kokosöl.

Erklärung zur Herstellung

Bei der Herstellung von nativem Kokosöl kommen nur bewährte mechanische Pressverfahren zum Einsatz und das Öl wird nach dem Pressvorgang  nicht mehr verändert. Ein natives Kokosöl ist aber nicht zwangsläufig immer auch kaltgepresst, es wird beim Pressvorgang lediglich keine zusätzliche Wärme zugeführt um die Öl-Ausbeute zu erhöhen.

Kokosöl nativ - Was bedeutet das?

Beim Pressen selbst kann eine hohe Temperatur entstehen – dann nämlich, wenn mit viel Druck gearbeitet wird. Bei kaltgepressten Ölen wird während dem Pressen äußerst sorgsam vorgegangen, damit die Press-Temperatur möglichst niedrig bleibt. Dies verringert zwar die letztendliche Menge an gepresstem Öl, dieses weist aber einer höhere Wertigkeit auf. Native Kokosöle aus Kalt-Pressung sind deshalb einem Öl, das nur die Bezeichnung nativ trägt vorzuziehen.

Kokosöl

Besser noch, wenn die Öle aus 1. Kalt-Pressung stammen. Man nimmt hierfür ausschließlich das Öl, aus der Gewinnung beim allerersten Press-Vorgang. Manche Ölmühlen verwenden den Presskuchen mehrmals, um eine größere Öl-Ausbeute zu erzielen. Diese Produkte dürfen aber lediglich die Bezeichnung Kalt-Pressung tragen und man darf diese nicht mehr als 1. Kalt-Pressung bezeichnen. Man muss wohl kaum mehr erwähnen, welches der beiden Produkte den höheren Nährwert hat.

100% Natur

Allerdings handelt es sich bei Nativem Kokosöl immer um ein 100% reines, echtes Naturprodukt, das ohne jegliche Zusatzstoffe auskommt. Es ist weder raffiniert, entsäuert, gebleicht, desodoriert noch fraktioniert. Durch die schonende Pressung bleiben dem Kokosöl alle Geruchs- und Geschmacksstoffe erhalten. Das heißt, dass ein natives Kokosöl das typische Kokos-Aroma und den feinen Duft der Palm-Frucht aufweist. Dafür, dass man weder vor, noch während dem Pressen mit Hitze gearbeitet hat, verwendet man die Bezeichnung Rohkost. Ein rohköstliches Öl ist allen anderen vorzuziehen, denn hierin sind auch noch alle wärmeempfindlichen Inhaltsstoffe enthalten.

Kokosöl nativ – Die Wertigkeit von Kokosöl erkennen

Im Gegensatz zu nativem Olivenöl durchläuft ein natives Kokosöl einen anderen Herstellungsprozess, weshalb sich auch die Kriterien für die Wertigkeit der jeweiligen Produkte von Grund auf unterscheiden.

Entscheidende Merkmale für ein wirklich hochwertiges Kokosöl sind Herkunft, Qualität und Frische der Kokosnüsse, die Press-Technik beim Herstellen des Öls, sowie die Rest-Feuchte, die nach der Pressung im Kokosöl enthalten ist. Diese sollte möglichst gering sein (möglichst unter 0,2%), denn ein zu hoher Wasseranteil wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Produkts aus. Bio-Produkte dürfen keine Pestizide enthalten, deshalb zeugt auch das Bio-Siegel für eine sehr gute Qualität.

Und was ist Extra oder Extra Virgin Coconut Oil / Kokosöl?

Kokosöle werden manchmal als „extra„, „extra virgin“ bezeichnet, obwohl man diese Begriffe normalerweise nur bei Olivenölen verwendet. Sie sind bei Kokosöl nicht aussagefähig, da sie wissenschaftlich nicht wirklich tragbar und im Gegensatz zum Olivenöl, auch nicht geschützt sind. Diese sprachlichen Zusätze sind zwar werbewirksam, haben aber keine aussagekräftige Bedeutung für die Qualität eines Kokosöls. Wichtig sind die Begriffe nativ, kaltgepresst (besser noch 1. Kaltpressung) und Rohkost.

Die allerbeste Qualität erhält man mit der Bezeichnung Rohkost, denn diese darf man nur dann verwenden, wenn während des Bearbeitungsprozesses eine für Kokosöl festgelegte Temperaturgrenze (etwa 40°C) nicht überschritten wird und die im Öl enthaltenen Enzyme sich dadurch nicht verändern. Dies gilt sowohl für die Rohstoffe, als auch für das Öl selbst – Es darf zu keiner Zeit der Verarbeitung Hitze zugeführt werden.

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6 KOMMENTARE

  1. Hallo Zusammen,
    also das beste Kokosöl ist Virgin, dann kommt nativ? Habe ich es richtig verstanden.
    Noch eine Frage welches Kokosöl ist am besten zum kochen und braten geeignet?
    vielen Dank
    LG

    Elena

    • Hallo Elena,
      mit einem nativen Rohkostkokosöl (virgin) bist du für alle Bereiche bestens gerüstet.
      Du kannst es sowohl in der Küche als auch für die Pflege verwenden.
      Lieben Gruß
      Falea

  2. „Der allerbeste Fall ist die Bezeichnung Rohkost, denn diese Bezeichnung darf man nur dann verwenden, wenn während des Bearbeitungsprozesses eine für Kokosöl festgelegte Temperaturgrenze (etwa 40°C) nicht überschritten wird und die im Öl enthaltenen Enzyme sich dadurch nicht verändern. Dies gilt sowohl für die Rohstoffe, als auch für das Öl selbst – Es darf zu keiner Zeit der Verarbeitung Hitze zugeführt werden.“

    Die Kokosnuss wird nach dem Öffnen normalerweise blanchiert um Keime abzutöten und um die Qualität sicher zu stellen.
    Trotzdem verwenden viele den Begriff Rohkostqualität. Wie passt das zusammen?

    • Hallo Markus,
      könnten Sie mir mal ein konkretes Beispiel nennen, bei welchem Rohkost-Kokosöl das Fruchtfleisch vorher blanchiert wird?
      Ich kenne keines und teile Ihre Meinung, dass das tatsächlich nicht zusammen passt.
      Viele Grüße
      Falea

    • Hallo Kati,
      das kann man nicht pauschal sagen. Es kommt eben darauf an, wie das Rohprodukt vor dem Kaltpressen behandelt wurde.
      Leider ist nur bei Rohkostöl klar, dass es auch vor dem Pressen nicht erhitzt wurde.
      Generell würde ich also zu Rohkostöl raten. Hier kannst du nachlesen, wieso ich Rohkost-Kokosöl besser finde als normal kaltgepresstes Öl.

      Lieben Gruß
      Falea

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