Zahlen und Fakten zu Kokosöl
Kokosöl für Tiere

Zahlen und Fakten zu Kokosöl

Heute möchte ich euch ein mal ein paar Zahlen und Fakten zu Kokosöl auflisten. Manchmal ist nämlich auch das Hintergrundwissen ganz interessant. Im Jahr 2017 wurden beispielsweise, laut einer Statistik von indexmundi, alleine in den Philippinen 1.480.00 Megatonnen (1 MT = 1 000 000 000 kg) Kokosöl hergestellt. Ein Großteil hiervon ist für die Industrie bestimmt. Daraus werden Kosmetika, Waschmittel und Margarine- oder andere Fetterzeugnisse hergestellt. Allerdings kommt hierbei hauptsächlich die gehärtete Form des Öls zur Verwendung.

Diese Werte scheinen auf den ersten Blick sehr hoch. Aber schaut man sich die weltweite Produktion von Pflanzenölen an, ist der Anteil an Kokosöl immer noch verschwindend gering. Im nachfolgenden Diagramm fällt das Kokosöl unter „sonstige Öle“. Hierin sind aber noch sowohl das Olivenöl als auch die unterschiedlichsten Nussöle enthalten.

Statistik Kokosöl
Quelle: ovid-verband.de

Kokosölkonsum weltweit seit 15 Jahren relativ gleichbleibend

Der weltweite Kokosölkonsum im Erntejahr 2017/2018 (die Daten für 2018 wurden vorab geschätzt) lag laut Statista.com/ bei rund 3,27 Millionen Tonnen. Dieser jährlich erhobene Wert blieb in den letzten 15 Jahren ziemlich gleich. Lediglich in den Erntejahren 2009/2010 und 2012/2013 lag er etwas höher.

Kokosöl

Für das Erntejahr 2009/10 lässt sich der leichte Anstieg eventuell mit „Hamsterkäufen“ der Industrie erklären. Durch den Tropensturm Ketsana, der am 28. September 2009 auf den Philippinen schlimmste Überschwemmungen verursacht hat und für etliche Tote verantwortlich war, wurde wohl eine kommende Knappheit an Rohstoffen vermutet.
Im Erntejahr 2012/2013 war es dann wohl der verheerende Taifun Bopha, der Anfang Dezember 2012 mit 260 km/h über das Land fegte, weite Teile davon verwüstete, für zahlreiche Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutsche sorgte und dadurch weit über 1000 Menschen in den Tod riss. Auch hier wurden eine Kokosöl-Knappheit und ein Ansteigen der Rohstoffpreise angenommen und deshalb Vorräte „gebunkert“.

Auch wenn dieses südostasiatische Land immer wieder von Elementargewalten verwüstet wird – die Kokospalme überlebt! Sie ist so angepasst, dass sie selbst den härtesten Naturgewalten standhält und selbst Wochen andauernde Überschwemmungen übersteht. Die Ernteerträge sind danach meist schon etwas geringer und demzufolge steigen die Rohstoffpreise an. Dies ist einer der Gründe, weshalb auch euer natives Kokosöl im Schrank nicht immer komplett preisstabil ist und die Verkaufspreise öfter mal ein wenig schwanken. Günstige Angebote gibt es meist zu Zeiten, in denen die Ernteerträge und demnach auch die Lieferfähigkeit stabil sind.

Kokosernte

Import von Kokosöl nach Deutschland

Im Jahr 2016 wurden rund 1,2 Mio. Tonnen Kokosöl nach Deutschland importiert. Das ist vergleichsweise gering, wenn man den Palmöl-Import mit 1,3 Mio Tonnen und den Palmkernöl-Import mit 0,4 Mio. Tonnen entgegensetzt. Und selbst wenn es heimische Ölsaaten sind, werden ebenso Sonnenblumenöl (0,4 Mio. t) und Rapsöl (0,3 Mio. t) nach Deutschland importiert. Diese Zahlen und Fakten rund um unser geliebtes Kokosöl machen klar, dass das „weiße Gold“ noch lange nicht den Weltmarkt beherrscht.

Abgeholzte Regenwälder für Kokospalmen? Nein!

Oft wird behauptet, dass für Kokosplantagen zahlreiche Regenwälder auf den Philippinen abgeholzt werden. In dieser Hinsicht kann ich euch beruhigen. Zwar wurden dort ab dem 17. Jahrhundert, also während der spanischen Kolonialzeit, viele tropische Wälder für Kokosanpflanzungen gerodet und auch später noch große Flächen davon vernichtet, aber in den vergangenen dreißig bis vierzig Jahren hat man keinen Primärwald mehr für den Kokosanbau abgeholzt. Weitere Ausweitungen der Plantagen sind auch nicht geplant. Die Kokosöl-Produktion hat sich in dieser Zeit trotzdem gesteigert. Das liegt aber eher daran, dass nun gewissenhafter bewirtschaftet wird und man den allgemeinen Produktionsablauf im Laufe der Jahre durch besseres Handwerkszeug und Maschinen vereinfacht hat. Zudem müsst ihr wissen: Kokosöl ist kein Palmöl! Hier könnt ihr lesen, was genau beide Öle unterscheidet.

Kokosöl aus Kopra oder lieber aus frischem Fruchtfleisch?

Für die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie wird meist das getrocknete Fruchtfleisch (Kopra) von vollreifen Kokosfrüchten zu Öl verarbeitet. Manche billigen Kokosöle stammen ebenso aus dem ausgepressten, getrockneten Fleisch. Für wirklich gute Kokosöle werden eher frische, junge Kokosnüsse verwendet. Das Kokosfleisch wird nicht vorher noch lange in der Sonne oder in heißen Öfen getrocknet. Deshalb rate ich immer wieder zu Rohkostöl, denn bei diesen ist solch eine Prozedur mit hoher Hitzeeinwirkung von vornherein ausgeschlossen. Diese Öle haben definitiv einen höheren Nährwert und auch eine bessere Pflegewirkung.

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