ist kokosöl giftig
Kokosöl für Tiere

„Ist Kokosöl giftig?“ – Stimmt das?

Ist Kokosöl giftig?
Diese Frage stellen sich nun seit einigen Tagen etliche Kokosöl-Begeisterte, doch eines direkt vorweg:
Nein, diese Aussage ist nicht korrekt! Kokosöl ist wahrlich kein Gift.

Ein Video von Frau Prof. Michels vom Universitätsklinikum Freiburg machte in den vergangenen Tagen seine Runde durch sämtliche soziale Netzwerke.
Es brachte die Welt vieler Kokosölliebhaber mächtig ins Wanken.

Ihre Kernaussage: „Kokosöl ist das reine Gift! Es gibt kein schlechteres Lebensmittel, das Sie zu sich nehmen könnten!“

Mittlerweile hat die Professorin zwar klein beigegeben, denn sie hat sich entschuldigt und ihre eigene Aussage „Kokosöl ist das reine Gift“ als pointiert und zudem überspitzt bezeichnet.
Ungeachtet dessen veröffentlicht sie eine Liste veralteten Studien, um ihre Meinung zu gesättigten Fettsäuren zu unterstreichen, anders formuliert, sie lässt trotzdem kein gutes Haar am tropischen Öl.

Kokosöl

Daher steht immer noch für viele Kokosfreunde die Frage im Raum, was es nun tatsächlich mit diesem Öl und den darin enthaltenen Fettsäuren auf sich hat.

Forschungsgruppe Dr. Feil:
„Kokosöl ist natürlich nicht giftig“

Dr. rer. nat. Wolfgang Feil, Leiter der Forschungsgruppe Dr. Feil, ist promovierter Biologe und Sportwissenschaftler, der zudem als Dozent an der Universität Furtwangen beschäftigt ist.

Die Forschungsgruppe hat das Video der Professorin einmal genauer unter die Lupe genommen und räumt daher mit mehreren Ernährungsirrtümern von Frau Michels auf.
Das klare Statement im Blog der Forschungsgruppe Dr. Feil:

Kokosöl ist natürlich nicht giftig.“

Herr Dr. Feil räumt einerseits ein, wenn auch einige Aussagen von Frau Michels durchaus wissenschaftlich korrekt sind, hätte sie sich gleichwohl andererseits in einigen Themenbereichen „mehrfach verrannt“. Insbesondere mit ihrer These, Kokosöl sei reines Gift, weil es gesättigte Fettsäuren enthält.
Außerdem stimme die Äußerung nicht, es gäbe keinerlei Humanstudien, welche dem Tropenöl eine positive Wirkung nachweisen könnten.

Den kompletten Beitrag der Forschungsgruppe Dr. Feil hierzu könnt ihr gerne hier nachlesen:
https://www.dr-feil.com/blog/allgemein/warum-kokosoel-kein-gift-ist.html

Es gibt immer wieder Experten, denen die neueste Studienlage zu gewissen Themen nicht bekannt ist.
Sie greifen auf veraltete Dokumente zurück, um ihre aufgestellten Thesen zu untermauern. So auch im Falle von Prof. Michels.

Die Verwirrung unter den Anhängern von Kokosöl ist groß, denn viele nehmen es gerade wegen dem vermeintlich hohen gesundheitlichen Nutzen.
Nun heißt es plötzlich, Kokosöl sei Gift?! Man geht natürlich davon aus, dass eine Professorin mit Doktortitel auf dem wissenschaftlichen Gebiet versiert ist
und sich mit Ernährung bestens auskennen muss. Ein Trugschluss?!

Fakt ist: Kokosöl ist kein Gift und gesättigte Fettsäuren sind gar nicht so schlecht, wie sie in den letzten Jahrzehnten dargestellt wurden, was neueste Untersuchungen und Studien bestätigten.

Aktuelle Übersichtsarbeit (2018): „Gesättigte Fette sind lebensnotwendig!“

kokosöl gift

In einer aktuellen wissenschaftlichen Übersichtsarbeit (Gershuni, im August 2018) wird klargestellt,
dass die jahrzehntelange Annahme, gesättigte Fettsäuren würden Herzinfarkte begünstigen, nicht stimmt.

Dieser Beitrag wurde vor einigen Tagen auch in einer Medizinerzeitschrift veröffentlicht.

Der Schlusssatz der Übersichtsarbeit lässt aufatmen, denn hier heißt es:
Es ist im besten Interesse der (amerikanischen) Öffentlichkeit, die Ernährungsrichtlinien zu klären,
um zu erkennen, dass gesättigte Fettsäuren nicht der Bösewicht sind, von dem wir einst dachten, er sei es.

Auch der rennomierte Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm ist überzeugt:
Gesättigte Fettsäuren bergen kein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen!„.

Meta-Analysen dutzender Kohortenstudien bestätigen das und geben somit Entwarnung.

Selbst Kardiologen geben SFAs grünes Licht

Dr. Aseem Malhotra, ein Kardiologe und zudem ehemaliger klinischer Mitarbeiter der Academy of Medical Royal Colleges meint:
Wissenschaftler sind sich einig, dass Transfette in vielen Fast Foods, Backwaren und Margarinen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch entzündliche Prozesse erhöhen, aber „gesättigtes Fett“ ist eine andere Geschichte.“

Das Mantra, dass gesättigte Fettsäuren (SFA – kurz für saturated fatty acids) entfernt werden müssen, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren,
dominiert seit fast vier Jahrzehnten die Ernährungsberatung und -richtlinien…

Es ist an der Zeit, den Mythos der Rolle von gesättigten Fettsäuren bei Herzerkrankungen endlich zu zerstören und die Schäden der Ernährungsberatung,
die zur Fettleibigkeit beigetragen hat, zurückzudrängen.“ (BMJ 2013;347:f6340)

Den kompletten Bericht von Dr. Malhotra findet ihr hier:

https://ruhtenberg.info/wp-content/uploads/2015/03/Cholesterin_Saturated_fat_is_not_the_major_issue_Kardiologe.pdf

Ernährungsberaterin: „Prof. Michels liegt falsch“

Ebenso greift die wahrscheinlich bekannteste Ernährungsberaterin Österreichs die wissenschaftlichen Argumente einiger Experten, die sich für Kokosöl aussprechen, auf.
In ihrem Blog liest man: „Zuerst einmal vorweg: ENTWARNUNG. Das meiste, was Prof. Michels da behauptet, ist schlichtweg falsch.“

Zudem erklärt sie, wie sie über die übertriebene Aussage von Prof. Michels denkt und weshalb man Kokosöl guten Gewissens in Maßen zu sich nehmen kann.

Wer sich für den Bericht von Sasha, der Gründerin des Faustformel Systems, interessiert, kann diesen auf folgender Seite nachlesen:

https://faustformel.com/blog/wem-kann-man-denn-jetzt-noch-glauben-ist-kokosoel-wirklich-so-schlecht-reaktion-auf-das-youtube-video-kokosoel-und-andere-ernaehrungsirrtuemer-von-prof-dr-dr-michels/

 

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