Pharma-Lobby wettert gegen Kokosöl
Kokosöl für Tiere

Verwirrende News: Finger weg von Kokosöl?

Die Pharma-Lobby wettert gegen Kokosöl und die Nachricht, Kokosöl sei ein schlechtes Fett, verbreitet sich momentan viral. Seit wenigen Tagen werden via Internet, z.B. bei Welt.de, Stern.de, Tag24.de, Huffington Post und in unterschiedlichen, teils auch von der Pharmaindustrie gesponsorten Zeitschriften, recht verwirrende Nachrichten verbreitet. Täglich kommen neue Seiten hinzu, die besagte Meldung veröffentlichen und allen liegt eine einzige Aussage zugrunde – nämlich eine von der Pharmaindustrie unterstützte Studie. Die pauschale Hauptaussage lautet: „Finger weg von Kokosöl!

Die neueste Studie soll angeblich Beweise dafür liefern, dass Kokosöl Herz-Kreislauferkrankungen verursacht und den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt. Als Quelle wird folgender Link zu einem Artikel der American Heart Association (AHA) angegeben. In dem Bericht über die Studie liest man zudem als Aufmacher den Satz: „Kokosöl enthält extrem viele gesättigte Fettsäuren, und diese sind bekanntermaßen ungesund.“

Aufgrund der Tatsache, dass Kokosöl zum Großteil aus gesättigten Fettsäuren besteht, wird es so verteufelt??? Irrsinnig!
Fakt ist, dass sich gesättigte Fettsäuren in großen Mengen negativ auf den Körper auswirken können. Ja, sie sind möglicherweise auch tatsächlich die Übeltäter, die Herz-Kreislauf-Beschwerden hervorrufen können, denn sie können den LDL-Cholesterinwert (das schlechte Cholesterin) erhöhen. Generell gilt, dass man tierische gesättigte Fettsäuren meiden sollte. Aber gilt das auch für das natürliche und unbehandelte, rein pflanzliche Pendant? Mit was genau wurden die Studien durchgeführt? Ist die Aussage vielleicht nur eine Verallgemeinerung, weil es einfacher und günstiger ist, alles über einen Kamm zu scheren, als gezielte Forschungsarbeit zu betreiben?

Pharma-Lobby wettert gegen Kokosöl – Oberflächliche Dokumentation

Kokosöl

In den aktuellen Studienberichten wird nicht klar, mit welcher Form von gesättigten Fetten die unterschiedlichen Tests durchgeführt wurden. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Einnahme von gesättigten Fettsäuren ungesund und Kokosöl deshalb ein schlechtes Fett sei. Gesättigte Fettsäuren finden sich normalerweise überwiegend in tierischen Produkten wie Butter, Milch, Fleisch etc.. Kokosöl und auch Palmöl (zu welchem ich nicht rate) sind absolute Ausnahmen – deshalb sollten sie auch separat bewertet werden. Es besteht meiner Meinung nach ein großer Unterschied zwischen pflanzlichen und tierischen Fetten.

Ebenso wird in der Berichterstattung nicht darauf eingegangen, ob es sich bei den Testölen um gehärtete, raffinierte oder andersweitig industriell verarbeitete Fette handelt oder ob natürliche und unbehandelte Fette hergenommen wurden. Diese unterscheiden sich nämlich ebenso von Grund auf voneinander.

Alleine schon die Tatsache, dass bei solch wichtigen Kriterien nicht gezielt dokumentiert wird, lässt mich am Ergebnis der Studie zweifeln. Prinzipiell müsste einmal eine Studie durchgeführt werden, inwiefern sich tierische gesättigte Fette und pflanzliche gesättigte Fette in ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus unterscheiden.

Kokosöl und auch Palmöl sind als reine Pflanzenöle richtige Außenseiter, denn andere pflanzliche Öle bestehen größtenteils aus ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das Fettsäureprofil des Kokosöls ist nahezu einzigartig und macht es zu etwas Besonderem.

Ältere Studien lassen Kokosöl wesentlich besser abschneiden

Es heißt, dass sich Cholesterin an den Wänden der Blutgefässe ablagern soll und dort zu Verengungen führen soll. Dies soll die Ursache für Embolien und Trombosen sein und demnach das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen. Die Wissenschaft ist sich bisher nicht ganz einig darüber, ob erhöhte Cholesterinwerte tatsächlich für koronare Gefäßerkrankungen schuld ist. Es gibt sowohl Studien, die hierfür Beweise bringen sollen, als auch solche, die zwischen Cholesterin und Herz-Kreislauferkrankungen keinen Zusammenhang sehen.

In älteren Studien wurde gezielt auf die Wirkung von Kokosnussöl auf den Cholesterinwert eingegangen. Hier schnitt das Tropenöl besser ab, denn es erhöht zwar schon das Cholesterin, aber insbesondere den guten, den HDL-Cholesterinwert, was das LDL-Cholesterin wieder ausgleicht. Leider wird auch hier nicht richtig klar, welche Form von Kokosöl eingesetzt wurde. Ob es sich um natives und naturbelassenes oder um industriell behandeltes Kokosöl handelte. Letzten Endes ist aber sowieso nicht der Anteil an Cholesterin im Blut ausschlaggebend, sondern das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin.

Hierzu gibt es auch eine Tabelle des Lipid Liga e.V. , welche die Richtlinien aufzeigt.

Kokosöl Studien

Eine internationale Forschergruppe dementiert sogar den Zusammenhang zwischen LDL und Herzkrankheiten

Die neuesten Negativschlagzeilen könnten etwa eine Antwort auf eine 2016 veröffentlichte Studie sein, die besagt, dass reine Zeitverschwendung sei, Cholesterinsenker einzunehmen. Ein heftiger Schlag für die Pharmakonzerne, denn gerade cholesterinsenkende Medikamente bilden einen riesengroßen Marktanteil. Immerhin nehmen etwa 15 Millionen Amerikaner Statine – den Weltmarktanteil kann sich jeder denken.

Die Wissenschaftler berichten, dass Cholesterinsenker absolut keinen Nutzen bringen. Im Onlinejournal BMJ Open wurde im Jahr 2016 eine Studie veröffentlicht, die genau diese Aussage trifft. Die internationale Forschertruppe sah bei Personen, die über 60 Jahre alt waren, keinerlei Zusammenhang zwischen Todesfällen durch Herzkrankheiten und LDL-Cholesterin. Im Gegenteil – die Probanden, welche einen erhöhten Cholesterinspiegel aufwiesen, lebten sogar länger.

Ein gesunder Lebensstil ist der ausschlaggebende Punkt, koronare Erkrankungen zu verhindern. Professor Sherif Sultan, ein Experte für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie an der University of Ireland trifft den Nagel auf den Kopf: »Die Verabreichung von Arzneimitteln zum Senken des Cholesterinspiegels, um bei über 60-Jährigen kardiovaskulären Erkrankungen vorzubeugen, ist absolute Zeit- und Geldverschwendung. Der einzige Weg, die Lebensqualität zu verbessern, ist ein veränderter Lebensstil«.
Dr. Malcolm Kendrick, Ko-Autor besagter Studie, erklärt, dass die Studienergebnisse beweisen, dass ältere Menschen, deren LDL-Wert recht hoch sei, sogar seltener an kardiovaskulären Erkrankungen leiden und länger leben.

Pharmaindustrie fürchtet Umsatzeinbußen

Die pharmazeutische Industrie sieht in Bezug auf Kokosöl schwere Umsatzeinbußen. Laut der Health Impact News konnte die Pharmaindustrie mit cholesterinsenkenden Wirkstoffen, wie beispielsweise Atorvastatin (z.B. Atorvalan, Sortis etc.) schon über 140 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Sie gelten demnach zu den profitabelsten Medikamenten. Laut der Studienautoren sollten die Empfehlungen zu der Behandlung mit Statinen, um Gefäßablagerungen und Herzerkrankungen vorzubeugen, unbedingt neu überarbeitet werden. Der Nutzen von einer Behandlung mit Statinen sei komplett überzogen dargestellt und möglicherweise sogar erfunden.

Bereits 2013 wurde vonseiten der Natural News berichtet, dass insbesondere jene Ärzte die Verabreichung von Statinen fördern, die eng mit der Pharmaindustrie verbunden seien. Die Pharmalobby profitiert immens von den Richtlinien, welche die AHA und das American College of Cardiology herausgeben. Die Interessenkonflikte sind groß, denn es gibt kaum größere Ärztegruppen, die keine enge Beziehung zu Pharmakonzernen haben und deren Aussagen dementieren würden.

Natural Health News and Scientific Discovery haben schnell auf die virale Verbreitung der Negativ-News der AHA reagiert und präsentieren schon nach kurzer Zeit auf ihrer Webseite  eine Gegendarstellung mit dem Titel „Dr. Jack Wolfson responds to the American Heart Associations ignorant attack on coconut oil„.

Cholesterin ist ein wichtiger Baustein für die Zellen

Cholesterin Kokosöl

Es ist unumstritten, dass Cholesterin ein wichtiger Baustein für die menschlichen Zellen ist. Ebenso ist es die Grundsubstanz verschiedenster Hormone. Medizinstudenten lernen das bereits im ersten Semester ihres Stdudiums. Zudem kann der Körper Cholesterin selbst bilden und ist auf eine zusätzliche Zufuhr über die Nahrung nicht angewiesen.
Kokosöl enthält, anders als tierische Fette, kein Cholesterin. Es nimmt lediglich Einfluss auf die körpereigene Produktion. Und diese Auswirkung soll laut den älteren Studien eher positiv als negativ sein.

Warum also soll Kokosöl schlecht für den Körper sein?

An rein pflanzlichen Produkten, wie es natives Kokosöl ist, kann die Pharmaindustrie nichts verdienen. Hierfür kann man keine Patente sichern, um das Mittel als Medikament verkaufen zu können. Logischerweise gilt für die Pharmalobby die Devise:

Ein geheilter Mensch ist ein verlorener Kunde

Also forscht man in Richtung Naturheilkunde gar nicht erst. Damit lässt sich nicht viel Profit erzielen. Zudem wird vieles Natürliches, was der Gesundheit nützlich sein könnte, schlecht geredet und mit fadenscheinigen Studien untermauert. Da die meisten medizinischen Forschungsprojekte von der Pharmaindustrie finanziert werden, sollten wir von dieser Seite auch nicht auf Entwarnung in Bezug auf natives Kokosöl hoffen.

Wichtig ist, dass ihr einen gesunden Lebensstil habt. Wer sich abwechslungsreich ernährt, Sport treibt und neben Kokosöl auch ausreichend ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt, hat eine gute Chance auch ohne Medikamente lange gesund zu bleiben. Transfettsäuren, wie sie in den meisten industriell gefertigten Produkten vorkommen, sollten unbedingt vermieden werden. Kokosöl bildet übrigens auch bei höheren Brattemperaturen keine Transfette.

Kauft nur hochwertige Kokosöle, die naturbelassen, kaltgepresst und bestenfalls rohköstlich sind, denn industriell hergestellte Öle haben kaum einen positiven Effekt. Hört bei der Einnahme und Verwendung von Kokosöl auf euren Körper und lasst euch, wenn ihr von einer Gefäßerkrankung betroffen seid, regelmäßig vom Arzt checken.

Dass Kokosöl viele positive Vorteile für den menschlichen Körper bringen kann, bleibt bei den aktuellen Meldungen komplett außen vor. Es wird ausschließlich auf der Erhöhung der LDL-Cholesterinwerte herumgeritten und deshalb pauschal als schlechtes Fett beurteilt. Das spielt den Pharmakonzernen in die Hände, denn der Arzneimittelmarkt muss florieren! Kokosöl als wirkungsvolles Pflanzenfett anzupreisen wäre natürlich kontraproduktiv – also urteilt man oberflächlich und bezeichnet es als allgemein schlecht.

Nicht verunsichern lassen! Kokosöl ist besser als sein Ruf!

Was die Anwendung als Haut- und Haarpflegemittel betrifft, ist Kokosöl immer noch ein beliebtes Allroundprodukt. Es wird in vielen herkömmlichen Pflegeprodukten eingesetzt, wenn auch in industriell verarbeiteter Form. Wenn Kokosöl keine Pflege-Vorteile bringen würde, wäre es längst aus der Kosmetikindustrie verschwunden.

Lasst euch also von den Negativschlagzeilen nicht allzu sehr verunsichern!

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